Schild und Schildfigur

Der im 12. und 13. Jahrhundert noch als echte Defensivwaffe verwendete Dreieckschild wurde zur heraldischen Form im Wappensiegel. Ein solches Wappensiegel leiteten die Bürger und Handwerker oft von Hauszeichen und Hausmarken ab, wohingegen Städtewappen sich auf ein älteres Siegelbild (Heiligenbild, Bauwerk o. Stadtzeichen) gründeten.
Die sog. redenden Wappen waren schon im Mittelalter sehr verbreitet. Ein redendes Wappen ist ein Wappen, das den Namen seines Besitzers durch ein Bildzeichen illustriert, z. B. Hirschorn (durch ein Geweih), oder Brackenheim (durch eine Bracke).  
Schildfiguren sollen nach Möglichkeit die gesamte Schildfläche ausfüllen, da sie ja schon aus großer Ferne erkennbar sein mußten. Um diese Fernwirkung noch zu verstärken, wurden einfache Formen und besonders reine, leuchtende Farben in Kombination mit Gold und Silber verwendet. Schon bald wurde es zur Regel, nur Metall und Naturfarbe oder umgekehrt zu verwenden.