Abfärben

Beim Tragen von Goldschmuck auf der nackten Haut muß man manchmal leider feststellen, daß sich die Haut unter dem Schmuckstück dunkel verfärbt. Dieser Effekt scheint umso häufiger aufzutreten, wenn man Goldlegierungen von 18 kt oder mehr trägt.  

Die Ursache dieses Problems liegt nicht etwa darin, daß bei der Erzeugung des Schmuckstückes minderwertige oder gar für die Haut schädliche Metalle verwendet wurden, sondern vielmehr wird die Hautverfärbung von den üblichen Legierungsmetallen wie Kupfer, Silber und Gold verursacht.  
Wie lässt sich nun aber die Verfärbung erklären ?  
Auf der Haut sammelt sich natürlicher Quarzstaub aus der Luft an und bleibt gerade dort am besten haften, wo die Haut durch die Verdampfung von Wasser (Schweiß) feucht ist. Gemeinsam mit dem so vorhandenem Wasser und dem darin enthaltenem Salz bildet sich in weiterer Folge ein aggressiver Film der einerseits die unedlen Legierungsbestandteile an der Oberfläche des Schmuckstückes anlösen kann und andererseits wie Schmirgelpapier die Oberfläche mechanisch angreift. Beide Effekte bewirken, daß mikroskopisch kleine Metallpartikel vom Schmuckstück zur Haut transportiert werden. Als solche sind sie jetzt chemisch leicht in ihre Verbindungen überzuführen, und sowohl die Metallverbindungen, als auch die Metallpartikel sind schwarz und färben deshalb auch die Haut.  

Die einzige Gegenmaßnahme, die der Kunsument ergreifen kann, besteht darin, das Schmuckstück an besonders heißen Tagen nicht direkt auf der Haut zu tragen !