Bewertung der Perlen


 
Die Preisbestimmenden Faktoren einer Perle sind:
1. Form und Symmetrie der Form  
2. Farbe und Oberton
3. Lüster
4. Dicke der Hülle
5. Oberflächenbeschaffenheit
6. Größe
 
  Form und Symmetrie der FormPerlen_Form.gifDie Form einer Perle kann prinzipiell in drei Kategorien eingeteilt werden:  
Rund  
symmetrisch (Button, Eiform, Tropfenform, Birnenform)
baroque

Bei der Symmetrie der Form wird bestimmt, wie symmetrisch eine Perle gewachsen ist,bzw. auch wie exakt zentrisch die Bohrung einer durchbohrten Perle angelegt ist:

1. vollkommen rund und/oder exakt zentrisch gebohrt
2. leicht unrund und/oder exzentrischer Bohrkanal
3. unrund und/oder  exzentrischer Bohrkanal
4. semibaroque und/oder exzentrischer Bohrkanal
5. baroque und/oder exzentrischer Bohrkanal  
Die Farbe einer Zuchtperle ist abhängig von der Körperfarbe und der Farbe des Obertons.
Der Oberton ist am besten zu erkennen, wenn man die Reflexionen von diffusem Licht an der stärksten Wölbungsfläche der Perle obeobachtet.
Der Oberton ist in jedem Fall erwünscht. In der Reihenfolge abnehmender Beliebtheit: Perlen_Farbe.gif
 

1. Pink-rose; weiß-rose; perfekt schwarz
2. sehr helles creme-rose; weiß-rose mit grünem Oberton
3. creme-rose; weiß
4. creme und weiß mit grünem Oberton
5. creme bis schwach goldfarben mit rose-Oberton
6. intensive goldfarben bis gelb mit rose oder grünem Oberton. 

 

Der Lüster

entsteht durch Interferenz und Beugungserscheinungen des Lichtes an den Aragonitplättchen der Perle. Je Dicker die auf den Kern aufgewachsene Schicht, je mehr Aragonitplättchen (d.h. weniger Conchin) und je feingliedriger unf regelmäßiger die Kristallbildung, desto besser der Lüster.Perlen_Luester.gif
Die Beurteilung des Lüsters erfolgt nach Beobachtung der Schärfe der Reflexion an der Stelle der stärksten Wölbung und nach der flächenhaften Größe der Reflexion:
1. sehr guter (fast metallischer) Glanz, scharfe Konturen des Reflexes
2. sehr guter Glanz, gut erkennbare Konturen des Reflexes
3. lebhafter Glanz, kaum glasig wirkend
4. mittlerer Glanz, leicht verwaschene Konturen des Reflexes
5. etwas matt bis porzellanartig

Dicke der Hülle
Die haltbarkeit einer Zuchtperle ist vorrangig von der Dicke der Hülle abhängig.
Die Beurteilung der Dicke erfolgt nach der Beobachtung des "Blinking effect" und des Bohrlochs.
Der "Blinking effect" basiert auf der Reflexion des Lichtes am Perlmuttkern. Der Effekt läßt sich am besten erkennen, wenn man den Perlenstrang in einem Abstand von ca. 40 cm von einer Lichtquell in Augenhöhe bei langsamen Drehen des Stranges beobachtet:
1. sehr dick
2. dick
3. mittel
4. dünn
5. sehr dünn
 

 

Oberflächenbeschaffenheit

Als Oberflächenmerkmale einer Perle bezeichnet man punktartige Vertiefungen, flache Stellen, Auswüchse, dunkle Stellen, Risse...

  • 1. makellos für das Auge
  • 2. einige kleine Wachstumsmerkmale, keine Farbunterschiede
  • 3. mehrere, gut sichtbare Wachstumsmerkmale, kaum Farbunterschiede
  • 4. erhebliche, größere Wachstumsmerkmale, deutliche Farbunterschiede

Größe


Die maximale Größe einer Perle hängt vor allem von der zur Perlzucht eingesetzten Muschelart ab und liegt bei Akoya-Perlen bei ca 10 mm, bei Südseeperlen hingegen erst bei ca 25 mm. 

Perlen_Groesse.gif